Über 200 Jahre RIEMANN
In Coburg gründet 1805 Johann Gerhard Riemann in der Spitalgasse 132 eine Buchbinderei. Schon ein Jahr darauf erweitert er sie um eine Buchhandlung.
Nachfolger wird sein Sohn Carl Riemann im Jahr 1838. Als der 1846 stirbt, führt seine Witwe Caroline Dressel das Geschäft weiter. 1855 verleiht das Coburger Herzogshaus dem Unternehmen den Titel „Hofbuchhandlung“. Sohn Ernst-Friedrich Riemann bleibt ohne Nachkommen und verkauft die Buchhandlung. In der Zwischenzeit hat Johann Martin Ernst Riemann, der jüngere Sohn Johann Gerhard Riemanns, 1855 eine weitere Buchhandlung in der Ketschengasse 6 gegründet, die 1861 in die Rosengasse 19 umzieht. Nach seinem Tod übernimmt seine tatkräftige Witwe Auguste 1864 das Geschäft bis zum Eintritt ihres Sohnes Bruno.
Dieser schließlich erwirbt das Haus Nr. 9 am Coburger Marktplatz. Sein Sohn, Bruno Riemann d.J., übernimmt das Geschäft 1919 und führt es durch die schwere Inflationszeit und den 2. Weltkrieg.
1959 treten der Sohn Joachim Riemann und seine Frau Erika das Erbe an. Fast 30 Jahre später verpachtet Joachim Riemann die Buchhandlung an seine Wunschnachfolgerin Irmgard Clausen, die schon als Buchhändlerin bei ihm gearbeitet hat. Sie verdoppelt den Verkaufsraum und mit Lesungen namhafter Autoren und vielversprechender Newcomer füllt sie das Haus mit literarischem Leben.
Große Begeisterung stecken die Damen bei RIEMANN in die Leseförderung. Über das ganze Jahr sind Kindergärten und Schulklassen zu Gast und erleben, welcher Zauber auch heute noch in Büchern steckt.
1626
Herzog Johann Casimir verleiht einem Urahn der Familie Riemann das Privileg des Buchführers – erstmals in Coburg. Wie man an den Buchführerschein kommt, entzieht sich leider unserer Kenntnis.
1806
Johann Gerhard Riemann erweitert seine Buchbinderei um eine Buchhandlung. Goethes Faust I erscheint im selben Jahr, leider aber zu spät, um als Eröffnungsangebot im Regal zu stehen.
1855
Johann Martin Ernst Riemann darf sich erst jetzt selbständig machen, da eine der drei Buchhandels-Konzessionen frei wird, die der regierende Herzog für Coburg vergeben hat.
1886
Die Buchhandlung Riemann ist der erste Verleger des Coburger Tageblatts. So feierten wir 2006 nebst unserem 200. Jubiläum auch das 120jährige des Tageblatts.
1888
Bruno Riemann wird zum „Herzoglich Sächsischen Hofbuchhändler“ ernannt. Die Firma heißt seitdem E. Riemannsche Hofbuchhandlung.
1961
Bauabschnitt 1: Moderner Ladenbau hält Einzug bei Riemann: Die Buchhandlung wandelt sich vom Theken- zum Selbstbedienungsgeschäft. Es darf selbst geblättert werden!
1990
Bauabschnitt 2: ein Glasdach erhellt ab sofort den Innenhof. Der Zirkus zieht ein in die Kinderbuchabteilung – Manege frei für wilde Bücher und ihre Dompteure!
1997
Bauabschnitt 3: Irmgard Clausen öffnet für die Kunden den ersten Stock der Buchhandlung. Treppauf und treppab wird jetzt geschmökert.
2005
Bei RIEMANN freut man sich über den Logenplatz am renovierten Coburger Marktplatz. Doch nicht nur Aug’ sondern auch Ohr wird ab sofort verwöhnt, in der neuen Hörbuch-Abteilung.
2006
Irmgard Clausen hat sich inzwischen längst daran gewöhnt, dass man sie oft als „Frau Riemann“ anspricht.
Im Mai feiern wir ein grandioses Fest zum 200. Jubiläum auf dem Coburger Marktplatz. Im September dann erweitert sich das Caféchen um den “Roten Salon” – einen wundervollen Platz zum Philosophieren und Diskutieren, zum Schmökern und Genießen. Mitten im Alltag.
2007
Das Jahr des Gerüsts. Uns stiegen die Handwerker auf’s Dach. Nach Abschluss der Arbeiten zeigt sich das Haus Markt 9 im schönsten Putz.
2008
Die Buchhandlung RIEMANN wurde von der Inititative „Deutschland – Land der Ideen“ zum Ausgewählten Ort 2008 ernannt. Unsere LeseKofferIdee hat die Jury überzeugt




